Werbung: Nachwuchs-Filmemacher Shawn Bu spricht über die Erschaffung fremder Welten mithilfe von Adobe After Effects CC

20.12.2017 von slashCAM





Das Jahr geht zu Ende, die Nächte werden länger und ein neuer Star Wars Film steht vor der Tür. Der Fan-Boy in mir ist schon äußerst gespannt, was uns da im Kino erwartet. Grund genug für mich wieder einmal darüber nachzudenken, was mich als Filmemacher an diesen Filmen so begeistert und auch meinen eigenen Star Wars Fan-Film Darth Maul: Apprentice vom letzten Jahr Revue passieren zu lassen.

Neben den unvergesslichen Figuren und der märchenhaften Geschichte, sind es vor allem auch die tollen Welten, Raumschiffe oder Kreaturen, die erschaffen wurden. Und mindestens genauso wichtig ist mir auch der Pioniergeist von George Lucas. Er hat damals Dinge ausprobiert, bei denen andere sagten, sie seien unmöglich: Welten erschaffen, die es so noch nicht gab.

Lucas musste zusammen mit seinem Team Technologien entwickeln, um seine Vorstellungen in die Realität umzusetzen. Heute haben wir viele Tools für beeindruckende Visual Effects bereits zur Hand: Adobe Creative Cloud umfasst mit Premiere Pro CC, Photoshop CC und After Effects CC eine große Bandbreite an Bearbeitungstools, die in der Postproduktion unseres Star Wars Fan-Films zum Einsatz kamen.

Um meine eigene Vorstellung von einer weit, weit entfernten Galaxis umzusetzen und neue Welten zu erschaffen, nutzen mein Team und ich vor allem After Effects CC.



Wie kann man in einem Star Wars Film die Weihnachtsstimmung besser einfangen als mit vielen bunten Lichtschwertern! Obwohl die leuchtenden Schwertklingen zu den simpelsten Effekten in unserem Fan-Film gehörten, waren sie trotzdem äußerst zeitintensiv. Am Set drehten wir alle Schwerterszenen mit leuchtenden Plastikklingen, um das jeweilige farbige Leuchten auch auf Darstellern und auf der Umgebung zu haben. Bei der Arbeit mit dem Filmmaterial in After Effects CC habe ich Frame für Frame einen animierten Maskenpfad auf einer weißen Farbebene um die originalen Plastikklingen rotoskopiert. Wenn man bedenkt, dass wir mit 25 Bildern/Sekunde gedreht haben, waren es bei der Filmlänge mehrere tausend Frames. Über mehrere duplizierte Ebenen, die jeweils weiche Maskenkanten mit unterschiedlichen Werten bekamen, entstand das ikonische Leuchten der Klingen. Das war übrigens der erste Effekt den ich vor vielen, vielen Jahren in After Effects gelernt habe.



Die Erschaffung von fremden Welten, war eine der größten Herausforderungen. Besonders, da wir kein Budget für den Setbau hatten. Die Umsetzung begann damit, erst einmal die realen Locations zu finden, welche von sich aus schon möglichst spannend oder exotisch sein mussten. Darauf aufbauend spielten vor allem digitale Set-Extensions eine große Rolle. Als Filmemacher liebe ich es, möglichst viel an realen Orten zu drehen und diese Kulissen dann noch digital zu erweitern, um dadurch das Production Value deutlich zu steigern. Das fantastische ist, dass vieles davon eine Person alleine in After Effects CC bewerkstelligen kann.

So habe ich beispielsweise das Framing eines Bildes geändert um eine größere, epischere Totale zu drehen, als sie die echte Kulisse zugelassen hätte. Dazu wurden Beispielsweise bei einer Aufnahme das Ausgangsmaterial zunächst auf eine kleinere Größe re-framed. Für den nun fehlenden Bereich wurde in Photoshop ein Matte Painting aus Elementen der originalen Aufnahme und weiteren Fotos der Umgebung erstellt. Dabei mussten wir sehr viel Kopieren und Retuschieren. Die fertigen Elemente wurden dann im Compositing in After Effects CC miteinander verbunden.



Im unteren Bild wurde ein mystischer alter Tempel in eine reale Location eingesetzt. Der Tempel wurde in 3D modelliert und dann in After Effects CC eingesetzt. Teilweise wurden auch Baumreihen ergänzt um das Bild zu füllen.



Set-Extensions nutzten wir auch, um Kontinuitätsfehler zu beheben. Das winterliche Material in der Felsenschlucht musste zur sommerlichen Wald Umgebung aus den vorherigen Drehs passen. Dafür wurden neue, im Sommer nachgedrehte Hintergründe in die Aufnahmen eingefügt. Durch die verschiedenen Einstellungen und der Kamera- und Schauspielerbewegungen im Bild, war jeder einzelne Shot eine neue Herausforderung und verlangte nach einer anderen Herangehensweise. So führten verschiedene hauseigene Tracking Methoden von After Effects CC, sowie diverse Keyingansätze, aber auch akribisches Rotoskopieren zum gewünschten Ergebnis.



Manchmal ist es einfach unmöglich, eine Kulisse zu finden, die der eigenen Vision entspricht. Der Innenraum des Tempels, in dem Darth Maul trainiert beispielsweise, musste komplett digital erstellt werden. Im Anschluss daran, fand das Compositing in After Effects CC statt.



Ich verfolge die Entwicklung von Filmtechnik, sei es Hardware oder Software, seit jeher mit riesigem Interesse. Dabei finde ich es immer wieder aufs Neue beeindruckend, wie sehr man das Bild manipulieren kann, um seiner Vision näher zu kommen.


Ich hoffe euch hat dieser kleine Einblick in die Postproduktion von „Darth Maul: Apprentice“ gefallen! Falls ihr einen ausführlicheren Blick in den Ablauf der Postproduktion werfen wollt, schaut doch gerne mal ins Making Of:



Möge die Macht mit euch sein!

Euer Shawn Bu

Dieser Text erscheint im Rahmen einer Adobe Promo-Kampagne auf slashCAM.

   

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