News: Viele Neuigkeiten für Adobe Premiere Pro, After Effects und Audition zur // NAB 2019

03.04.2019 von Rudi Schmidts



Die NAB 2019 steht kurz vor der Eröffnung und ein weiteres mal nutzt Adobe den zeitlichen Rahmen der Messe, um seinen Videoapplikationen in der Creative Cloud neue Funktionen zu verpassen. Hier die wichtigsten Features im Detail:

Premiere Pro CC

Mit der neuen Freeform View könnte Adobe den Nerv vieler Anwender treffen. Hierbei lassen sich Clips bei der Medienauswahl in einer neuen Ansicht frei anordnen und dabei bereits zu einem visuellen Rohschnitt arrangieren. Wichtige Clips können vergrößert dargestellt werden, zwei beliebige Metadatenfelder können unter den Clips angezeigt werden. In den Clips lassen sich In- und Outpunkte definieren und sogar mit JKL shuttlen sowie mit der Maus hover-scrubben.

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Die zweite große Neuigkeit sind die deutlich erweiterten Grafikfunktionen in Premiere. So gibt es nun optionale Lineale und Hilfslinien für Motion Graphics Templates im Vorschaufenster die sich ähnlich verhalten, wie man es aus Photoshop oder After Effects kennt.

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An diesen verschiebbaren Hilfslinien lassen sich grafische Objekte wie z.B. Schriftzüge exakt ausrichten. Die Hilfslinien lassen sich zudem auch aus After Effects importieren, was den Austausch von grafischen Elementen zwischen Programmen weiter vereinfacht.

Einzelne Grafikelemente lassen sich nun auch zu Gruppen zusammenfassen, auf die dann Einstellungen auch in der Gesamtheit wirken. Und für den asiatischen Kulturkreis wurde ein Feature namens strong>Multi-Stroke integriert. Hiermit lassen sich um ein Objekt oder Schrift gleich mehrere bunte Konturen anlegen.

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Doch auch an der Engine wurde weiter geschraubt. So kann Premiere nun offiziell zwei GPUs (aus)nutzen. Außerdem wurde das Mask Tracking deutlich beschleunigt. Je höher die Auflösung, desto stärker fallen dabei die Unterschiede aus. Im Extremfall konnte das Tracking in einem 8K-Projekt 38mal schneller erfolgen.

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After Effects CC

Die größte Neuerung in After Effects ist die Einführung des Content Aware Fill. Bislang gab es die Funktion ja schon länger in Photoshop, jedoch sind die Anforderungen an die Kontiunität der Ergebnisse bei Bewegtbild deutlich höher. Mittels Content Aware Fill lassen sich unerwünschte Objekte nun tatsächlich in After Efects aus einem bewegten Bild "herausradieren". Statt des Objektes tritt ein plausibel generierter Hintergrund an die Stelle des fehlenden Objektes.

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Wer häufig unter After Effects mit Scripten arbeitet, findet ab sofort eine integrierte Scripting-Umgebung vor. Diese unterstützt u.a. Syntax-Highlighting und Auto Complete für bekannte Variablen.

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Und auch hinter den After Effects Kulissen wurde weiter optimiert: Diesmal wurden die Effekte "Change Color" und "Roughen Edges" für die GPU beschleunigt. Mittels OpenCL und Metal soll dabei eine zwei- bis fünffache Beschleunigung möglich werden.

Adobe Audition CC

In Audition (und auch in Premiere) wurde nun das Auto Ducking auf Umgebungsgeräusche erweitert.. Somit können nun auch Geräusche den Musik-Track in den Hintergrund treten lassen.

Besonders für die Nachvertonung per Voice Over wurde dazu das Punch and Roll Recording eingeführt. Hierbei kann man im Falle eines Versprechers einen Take (auch erneut) einsprechen und hört dabei im Vorlauf den bisherigen Take bis zum Einstiegspunkt.

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Alle neuen Versionen stehen ab heute für CC Abonnenten zum Download zur Verfügung.

   

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