Test: Vergleich: DJI Osmo Action vs GoPro Hero 7 Black - wer baut die beste Action Camera? Teil 2 - inkl. Fazit

29.05.2019 von Rob



Im zweiten Teil unseres DJI Osmo Action Camera Tests inkl. Vergleich mit der GoPro Hero 7 Black dreht sich alles um die Bildqualität bei unterschiedlichen Videofunktionen in der Praxis: 240 fps High Frame Rates, Hypersmooth vs Rocksteady Stabilisierung, Timewarp vs Timlapse sowie D-Cinelike vs HDR vs Flat Bildprofile. Inkl. vielen Unterscheidungsmerkmalen und Fazit ...

Vorab hier unser 4K-Testclip mit der DJI Osmo Action:

Inkl. direktem Vergleich zur GoPro Hero 7 Black in den Disziplinen: Super Slowmotion (240fps), RockSteady vs Hypersmooth Stabilisierung, Hyperlapse (Beta) vs Timewarp, D-Cinelike vs Flat vs HDR, Dewarp On / Off sowie Lowlight/Kunstlicht Performance.

Hier geht es zum ersten Teil unseres DJI Osmo Action vs GoPro Hero 7 Black Vergleichs.

 DJI Osmo Action Kamera
DJI Osmo Action Kamera

Videoqualität in der Praxis: D-Cinelike und HDR vs ProTunes Flat

Sowohl die DJI Osmo Action als auch die GoPro Hero 7 Black bieten flachere Bildprofile an, die an gemäßigte Log-Profile erinnern. Bei DJI heisst es D-Cinelike und bei der GoPro findet sich in den ProTunes Einstellungen das „Flat Profil“.

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Von der Farbabstimmung, der Belichtung und von den Eingriffsmöglichkeiten hinsichtlich der Nachschärfung unterscheiden sie die hier genannten Profile beider Action Kameras voneinander: Während die DJI Osmo Action unserer Einschätzung nach vergleichsweise korrekt belichtete, war die GoPro Hero 7 Black meist etwas heller (geschätzt 1 Blende). Solange man es nicht mit sehr hellen Lichtquellen zu tun hat, stellt dies kein größeres Problem dar - mit 2 Klicks in der Farbkorrektur hat man das Material der GoPro Material in der Postproduktion entsprechend angepasst / korrigiert. Und wer ambitioniert zu Werke geht, dürfte sowieso eher manuell belichten.

Zugegeben subjektiv: Out-of-the-Box gefällt uns in Sachen Farbabstimmung das D-Cinelike Profil der DJI besser als das Flat-Profil der GoPro Hero 7 Black. Vor allem Grün-Töne wie Gras empfinden wir bei der Gopro Hero 7 Black trotz etwas zurückgenommener Farbsättigung als zu stark betont. Insgesamt arbeitet das D-Cinelike Profil der DJI Osmo mit insgesamt stärker entsättigteren Farben, was wir für eine anschließende Farbkorrektur als den angenehmeren Ausgangspunkt sehen.

Dafür gefällt uns beim Flat Profil der GoPro Hero 7 Black die deutlich geringere Nachschärfung besser. Hier hat man nachträglich mehr Optionen, digitale Nachschärfung individuell zu dosieren.

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Wer beim „HDR Bildprofil“ der DJI Osmo Action einen höheren Dynamikumfang oder eine Log-ähnliche Gammakurve erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Highlighthandling veränderte sich bei HDR im Vergleich zu D-Cinelike kaum. Wenn wir sehr genau auf das Waveform schauen, könnten wir einen Hauch mehr Kontrastumfang im HDR Bild finden (also das Gegenteil von Log) aber das war es dann auch schon. Auch sind die Farben (vor allem Blau) stärker gesättigt im HDR-Profil der Osmo Action.

Für die Farbkorrektur würden wir bei der DJI Osmo Action klar das entsättigte D-Cinelike Profil vorziehen – bei der GoPro Hero7 Black das Flat Profil von Protunes.

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Erwähnenswert bei der DJI Osmo Action ist darüber hinaus die sogenannte „Dewarp-Funktion“ - eine in die Kamera eingebaute Verzeichnungskorrektur, die das Weitwinkel der DJI Osmo Action in der Kamera entzerrt. Profis werden bei der Verzeichnunskorrektur lieber selbst Hand anlegen wollen aber für schnelle Turnovers Direkt aus der Kamera unserer Meinung nach eine Klasse Funktion.

Die DJI punktet bei der Bildqualität in der Praxis mit optional auch für die Postproduktion besser abgestimmtem Farbprofil (D-Cinelike) und integrierter Verzeichnungskorrektur. Die DJI Osmo Action sehen wir vor allem für schnelle Turnovers ohne viel Postproduktionsaufwand vorne. Die GoPro Hero 7 Black punktet mit runterregelbarer Schärfe und vielen (vor allem via GoPro App einstellbaren Kamera/Bildparametern) mit denen sich die GoPro noch individueller finetunen lässt - dafür aber auch mehr Aufwand verlangt.

Knapper Punkt für den Newcomer DJI Osmo Action hier.

Stabilisierung: Rock Steady vs Hypersmooth

Bei unserem Vergleich der Stabilisierungssysteme zwschen DJI Osmo Action „Rock Steady“ und GoPro Hero 7 Black „Hypersmooth“ haben wir beide Kameras nacheinander auf dem Fahrrad über eine stark holperige Rasenstrecke geschickt und in 4K 60p aufgenommen.

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Beide Stabilisierungssysteme arbeiten hierbei auf sehr hohem Niveau und können selbst kräftige Stöße erstaunlich gut ausgleichen.

Für uns ein klares unentschieden zwischen DJI Omso Action und GoPro Hero 7 Black in Sachen Videostabilisierung.

Timelapse vs Timewarp

Unser Testemxemplar der DJI Osmo Action war zum Testzeitpunkt mit einer noch nicht veröffentlichten Betaversion der Timerlapse Funktion ausgestattet. Bei der Timelapse- (DJI Osmo Action) bzw. bei der Timewarp- (GoPro Hero 7 Black) Funktion handelt es sich um Zeitraffer-Aufnahmen inkl. Videostabilisierung.

In diesem Fall stellt die Timewarp-Funktion der GoPro Hero 7 Black hier den Maßstab, die im Gegensatz zur Beta-Timelapse Funktion der DJI Osmo Action deutlich besser stabilisiert.

Spannend wird es hier nochmal bei der finalen Version der Timelapse Implementierung der DJI Osmo Action …

Derzeit zumindest ein klarer Punkt für die GoPro Hero 7 Black.

High Frame Rates: 240 fps

Sowohl die DJI Osmo Action als auch die GoPro Hero 7 Black verfügen beide über High Frame Rates Modi (HFR) mit max. 240 fps. Als maximale Auflösung steht hierbei dann HD mit 1920x1080 Pixeln zur Verfügung.

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Knackscharf aufgelöste Footage darf man hierbei nicht erwarten: Weder bei der DJI noch bei der GoPro. Am auffälligsten sind hier erneut die unterschiedlichen Belichtungen wobei die DJI etwas dunkler und die GoPro etwas heller belichtet.

Für uns ein unentschieden.

DJI Mimo vs GoPro Smartphone App

Sowohl die DJI Osmo Action als auch die GoPro Hero 7 Black bringen beide Smartphone Apps mit, mit denen sich die Kameras nochmal umfassender einstellen lassen als über die Touchschreen-Menüs.

DJI Mimo App
DJI Mimo App

Wer komplexere Einstellungen an den Kameras vornehmen möchte oder wer grundsätzlich häufig Einstellungen ändern möchte, dem raten wir zur zugehörigen Smartphone-App.

Wir haben die DJI Osmo Action App sowohl unter iOs (iPhone X) als auch unter Android (Samsung S9 Plus) ausprobiert. Bei beiden Apps muss DJI in Sachen Verbindungsaufbau im Vergleich zur GoPro App noch nachbessern. Der DJI App „Mimo“ selbst gelang bei uns nicht die Einwahl in das von der Action Camera bereitgestellt WLAN. Weder auf dem iPhone noch auf dem Samsung. Erst nachdem wir uns (nach viel Trial & Error) in das WLAN-Netz der DJI Action Osmo manuell im Handy-Betriebssystem eingeklingt hatten, gelang der Verbindungsaufbau via App.

Die GoPro App hat sich beim Start immer wieder problemlos in das WLAN-Netz der GoPro Hero 7 Black eingeloggt.

GoPro App
GoPro App

Auch beim Funktionsumfang und bei der Übersicht liegt die GoPro App deutlich vor der DJI App. Mit deutlich über 40 Menüpunkten als Scroll-Menü bei den Einstellungen empfinden wir die GoPro App übersichtlicher und schneller zu navigieren. Bei DJI muss zunächst in unterschiedliche Menüs geklickt werden, was einen weniger kohärenten Eindruck hinerlässt.

Punkten kann die DJI App hingegen bei der Latenz (zumindest unter Android). Auf unserem Samsung S9 Plus baut sich das Bild der DJI Osmo Action zwar mit deutlicher Latenz auf aber die GoPro Hero 7 Black App hat auf dem gleichen Gerät mit spürbar mehr Latenz zu kämpfen.

Knapper Punkt für GoPro Hero 7 Black.

Lowlight /Kunstlicht

Für unseren Lowlight/ Kunstlicht Vergleich sind wir in die Abgründe Berlins gestiegen und haben bei Kunstlicht in 4k gefilmt. Bei der DJI Osmo Action mit dem D-Cinelike Profil und bei der GoPro Hero 7 Black mit dem Protunes Flat Profil.

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Erneut zeigt sich bei der GoPro die hellere Belichtung im Automatikmodus, die diesmal allerdings bei den Lichtern im Vergleich zur DJI Osmo Action minimal mehr ins Clipping gerät.

Dafür hat das Rock Steady System der DJI etwas mehr bei der Stabilsierung der Laufbewegung zu kämpfen. Vor allem beim vertikalen Auf- und Ab der einzelnen Schritte sowie bei den Stufen die Treppe herunter ist es nicht ganz auf dem Niveau wie die Hypersmooth Stabilisierung der GoPro Hero 7 Black.

Knapper Punkt für DJI Osmo Action.

Fazit

DJI hat mit der DJI Osmo Action vieles richtig gemacht. Verarbeitungs- und Videoqualität sind auf dem Niveau unserer Action Kamera Referenz GoPro Hero 7 Black – das DJI D-Cinelike Profil hat uns von der Farbabstimmung sogar noch einen Tick besser gefallen als das Flat-Profil der GoPro Hero 7 Black. Auch die Videostabilisierung der Osmo Action bewegt sich auf hohem Niveau. Hinzu kommen zwei Farbdisplays wobei das rückseitige deutlich größer als bei der GoPro Hero 7 Black baut (bei Sonne jedoch schwerer ablesbar als bei GoPro) sowie die integrierte Dewarp-Funktion der DJI Osmo Action für Zeitersparnis bei der Nachbearbeitung.

Nachbessern darf DJI gerne noch beim Handling und Funktionsumfang seine Smartphone App Mimo sowie beim Wärme-Management in 4K 60p, was bei unseren Tests auch zu deutlich geringerer Akkukaufzeit gegenüber der GoPro Hero 7 Black geführt hat. Auch die Hyperlapse-Funktion ist noch nicht auf Augenhöhe von Timewarp bei der GoPro Hero 7 Black.

Unterm Strich bewegen sich beide Actions Cams auf insgesamt hohem Leistungsniveau und bieten gleichzeitig echte Unterscheidungsmerkmale. Gute Zeiten für alle die auf der Suche nach einer neuen Action Camera sind.

   

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