Tips: Schnell zu guten Hauttönen bei Sony Alpha S-LOG 3 Material kommen

29.07.2021 von Rob



Wir hatten hier bereits die wichtigsten Workflows gezeigt, um in DaVinci Resolve (teilweise auch für andere Farbkorrekturprogramme gültig) schnell zu guten Hauttönen zu gelangen. Den Auftakt zu kameraspezifischen Tips machen hier nun die aktuellen Sony DSLMSs Alpha 7S III, die Alpha 1 etc. mit S-Log 3 Material. Wie kommen wir also am schnellsten zu guten Hauttönen mit den Sony Alphas?

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Viele Wege führen nach Rom: ACES, Color Managed, LOG-LUT, manuelle Korrektur

Bevor wir zu unserer Empfehlung kommen, wie wir am schnellsten zu guten Hauttönen bei Sony S-Log3 Material von der Sony A7S III, Sony A1 etc. kommen, kurz vorab ein paar Anmerkungen zu unserem Auswahlprocedere.

 Sony A7S III, 10 Bit S-Log3/S-Gamut3.Cine
Sony A7S III, 10 Bit S-Log3/S-Gamut3.Cine

Um zum schnellsten Workflow für gute Hauttöne zu gelangen, prüfen wir das jeweilige Videomaterial entlang folgender vier Farbkorrektur-Workflows:

- Auto-Farbkorrektur wie es z.B. der „Color Managed“ Workflow von DaVinci Resolve bietet

- ACES Farbkorrektur – sofern die jeweilige Kamera in ACES unterstützt wird

- LOG-LUT Farbkorrektur – hier insbesondere die offiziellen Hersteller-LUTs

- rein manuelle Farbkorrektur

Wir nutzen hierfür zwar Blackmagic DaVinci Resolve, doch diese grundsätzlichen Vorgehensweisen lassen sich auf diverse Farbkorrekturprogramme übertragen.

Darüber hinaus sollte allen Interessierten bewußt sein, dass unser Vorschlag hier nicht den allein glücklich machenden Weg darstellt. Wer sich z.B. überwiegend in ACES bewegt, kann durch die Beibehaltung des bisherigen Workflows durchaus effektiver unterwegs sein – insbesondere wenn heterogenes Material unterschiedlicher Kameras verarbeitet werden soll (solange alle in ACES unterstützt werden). Gleiches gilt für andere, bereits etablierte Workflows.

Im Hinterkopf sollte man ebenfalls behalten, dass wir hier ausschließlich Tageslichtaufnahmen der einzelnen Kameras betrachten, die mit manuellem Weissabgleich aufgenommen wurden.

Doch genug der Einleitung - hier nun unsere Empfehlung, um möglichst schnell zu guten Hauttönen bei Sony S-Log3 / S-Gamut3.Cine Material von aktuellen Sony DSLMs zu gelangen.

Schnelle S-LOG3 Farbkorrektur: Tint + Saturation + 709TypA LUT

Der schnellste Weg zu guten Hauttönen führt bei unserem Sony S-Log3 Material sowohl bei der Sony A7S III als auch bei der Sony A1 über die offiziellen Sony S-Log3 LUTs.

Sony A7S III, 10 Bit  S-Log3/S-Gamut3.Cine, final CC (LOG,LUT+CC)
Sony A7S III, 10 Bit S-Log3/S-Gamut3.Cine, final CC (LOG,LUT+CC)

Lediglich zwei Korrekturen sind neben der 709-LUT hier erforderlich: Eine Tint-Korrektur, um einen Grünstich zu korrigieren sowie – je nach genutzter 709LUT - eine Anhebung der Sättigung.

Sony A7S III, 10 Bit S-Log3/S-Gamut3.Cine, LUT ONLY
Sony A7S III, 10 Bit S-Log3/S-Gamut3.Cine, LUT ONLY

Persönlich bevorzugen wir die Sony Slog3SGamut3.CinetoLC-709TypeA LUT, weil sie deutlich weniger knallig zu Werke geht, als die reguläre 709LUT. Die Anhebung der Sättigung geht sehr schnell von Statten und stellt ein Minimum an individuellen Eingriffsmöglichkeiten bei diesem ansonsten sehr schnellen Workflow zur Verfügung - wir kommen hier häufig mit zwei Nodes aus.

Wer noch mehr Wärme in sein Material bringen möchte, kann optional bereits bei der Aufnahme eine entsprechende Farbtemperatur auswählen oder die Temperatur nachträglich anheben. Alternativ kann auch eine minimale Verschiebung bei den Farbtönen (HUE) Sinn machen.

Soweit unsere Empfehlung, um möglichst schnell zu brauchbaren Hauttönen bei Sony S-Log3 Material zu kommen. Welcher Workflow hat sich bei euch als besonders schnell erwiesen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen …

Wer noch schneller zu guten Hauttönen bei den aktuellen Sonys kommen möchte und auf ein Maximum an Dynamikumfang verzichten kann, sollte sich das neue S-Cinetone Profil bei der A7S III, A1 etc. einmal genauer anschauen – für uns bei Hauttönen auf jeden Fall die gefälligere Alternative zum klassischen REC709, wenn keine weitere Farbkorrektur in der Postproduktion möglich ist.

Im nächsten Teil werden wir es mit Kameramaterial zu tun haben, das vor allem von automatisierten Farbkorrektur-Workflows (Color Managed Workflow) profitiert – hierzu demnächst mehr auf slashCAM.

   

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