Test: Sony FX3 Firmware 2.0 im ersten Hands-On: Neue Log-Shooting Modes, Cine EI, AF-Assist ...

14.07.2022 von Rob



Wir hatten bereits Gelegenheit, die neue 2.0er Firmware der Sony FX3 in der Praxis zu testen. Hier unsere Erfahrungen mit den neuen LOG Shooting Modes inkl. Cine EI, der neuen AF-Assist Funktion, den verbesserten Menüs, den neuen On-Screen Infos und mehr.

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Vorab unser Testclip mit Caro, beim dem wir neben der Sony FX3 auch das vor kurzem neu vorgestellt FE 24–70 mm F2.8 GM II mit am Start hatten.

Wir haben mit dem neuen Cine EI Modus diverse Settings in S-Log 3 gefilmt - unter anderem auch Hochkontrast-Szenen – uns die neue AF-Assist Funktion, Cine EI S-Log 3 mit 100 fps und mehr angeschaut. Schnitt und Farbkorrektur erfolgten unter Sony Catalyst Prepare und DaVinci Resolve 18 auf dem Redaktions-MacBook Pro.

Neue LOG Shooting Modes inkl. Cine EI Workflow

Mit den neuen Log Shooting Modes – zu finden im Kameramenü unter Aufnahme/Bildquali./Aufn./Log-AufnEinstellung - positioniert Sony die FX3 workflowmäßig spürbar näher an sein Cine-Lineup – bestehend aus FX6, FX9, Venice (2) und nun auch FX3.

Mit der Firmware Version 2.0 verfügt die FX3 nun auch wie die anderen Sony Cine Kameras über einen Cine EI Modus. Zusätzlich finden sich im Log-Aufnahme Menü neben „Cine EI“ noch „Cine EI Quick“, „Flexible ISO“ sowie „off“.

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Wer kein Log benötigt und beispielsweise mit einem Gamma-Profil wie S-Cinetone filmen möchte, stellt im Log-Aufnahme Menü „off“ ein. Im Menü Belichtung/Farbe/Farbe/Farbton/Farbprofil lassen sich jetzt hier bei den unterschiedlichen Profilen (PP) unterschiedliche Gammas und bsp. auch S-Cinetone auswählen.

Wer wie zuvor im PP8/9 Profil arbeiten möchte, wählt im Log-Aufnahme Menü einfach das „Flexible ISO“ Menü. Damit stehen dann S-Gamut3.Cine/S-Log3 oder S-Gamut3/S-Log3 mit frei wählbarer ISO zur Verfügung.

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Wer hingegen den Vollformat-Sensor der Sony FX3 mit maximaler Performance in Sachen Dynamikumfang betreiben möchte, erhält mit „Cine EI Schnell“ und „Cine EI“ zwei neue S-Log3 Modi an die Hand, die für bestmögliche Bildqualität beide ausschließlich im Base-ISO Bereich der Sony FX3 arbeiten.

Der Unterschied zwischen „Cine EI Schnell“ und „Cine EI“ besteht vor allem darin, dass der „schnelle“ Modus die zwei zur Verfügung stehenden Base ISOs (800 und 12.800) automatisch je nach gewähltem EI einstellt und beim „Standard“ Cine EI Modus die jeweilige Base-ISO selbst gewählt werden muss. Bei „Cine EI Schnell“ switcht die Base ISO ab 3200 EI also automatisch von 800 ISO auf 12.800 und umgekehrt.

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Vertiefende Infos zum Thema Exposure Index findet ihr im entsprechenden Grundlagen-Artikel auf slashCAM hier: Was ist der Exposure Index? Funktion und Nutzen.

Neben der Verfügbarkeit des maximalen Dynamikumfangs des FX3 Sensors, reiht der Cine EI Modus die Sony FX3 damit auch in entsprechende Postproduktionsworkflows ein, die einen Cine EI Betrieb voraussetzen. Vor allem im Kamera-Verbund mit FX6, FX9 dürfte damit die Postproduktion deutlich vereinheitlicht und damit auch vereinfacht werden.

User-LUT Import

Passend zu den erweiterten LOG-Fähigkeiten der FX3 bringt die neue 2.0er Firmware jetzt auch die Option mit, eigene LUTs in der FX3 zu nutzen. Insgesamt 16 User-LUTS lassen sich nun in der FX3 laden.

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Hierfür benötigt man eine in der FX3 formatierte Speicherkarte. Im auf der formatierten Karte erstellen Sony-Speicher-Verzeichnis, findet man unter private/Sony/PRO/LUT einen leeren Ordner, in den man seine gewünschte LUT im .CUBE Format kopiert. Wir haben hier schnell mal eine eigene slashCAM S-LOG3 LUT reingeschoben.

Nach dem Einsetzen der Speicherkarte navigiert man im Kameramenü zu Belichtung/Farbe/Farbe/Farbton/BenLITS verwalten/Importieren/Bearbeiten und kann sich nun einen der 16 USER Plätze auswählen, in den man seine LUT kopieren möchte.

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Nach erfolgtem Import steht die LUT nun im gleichen Menüverzeichnis unter „LUT auswählen“ zur Verfügung. Diese LUT kann nun sowohl als Preview-LUT nur für das Monitoring oder auch als „Bake-In“ also in das Bild fest eingebackene LUT genutzt werden. Darüber hinaus kann die User-LUT auch mit dem PP LUT Bildprofilen 1-4 genutzt werden.

Verbesserte On-Screen Infos und Menüs

Ebenfalls für das Praxis-Handling von Nutzen dürften für viele die verbesserten On-Screen Infos sowie neuen Haupt-Menüs (Haupt1 und Haupt2) sein.

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So finden sich jetzt die relevanten Infos beim On-Screen Menü im Standby-Modus (und Aufnahme-Modus) vor allem oberhalb und unterhalb des Bildes auf einem schwarzen Rand-Bereich (wie man es von höherwertigeren Cine-Kamera gewohnt ist).

Auch die beiden neuen Hauptmenüs - gleich zu Beginn des Sony FX3 Kameramenüs – erinnern an Cine-Kamera Menüs. Hier finden sich auf einen Blick alle wesentlichen Kameraeinstellungen/Aúfnahmeparameter.

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Da der Klappmonitor der FX3 auch als Touchdisplay fungiert, gelangt man mit einem Klick auf den entsprechenden Parameter direkt in das entsprechende Kameramenü (und zurück).

Hier finden sich von Frameraten über Bildprofil, LOG-Aufnahmeeinstellungen, Weissabgleich, Take-Namen-Eingabe bis hin zu Steadyshot-Einstellungen uvm. alle wesentlichen Parameter als Shortcut hinterlegt.

AF Assist Funktion

Ebenfalls für die Drehpraxis relevant dürfte für viele FX3-User die von der FX6 bekannte AF

Assist Funktion sein. Hierbei lässt sich während der AF-Aufnahme manuell in den Fokus eingreifen oder ein manueller Fokus-Zug automatisch zu Ende führen.

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Wird der Fokus-Ring losgelassen, wechselt die Kamera wieder in den AF-Betrieb. Bei unserem Testdreh mit Caro haben wir hier problemlos aus der Hand zwischen Caros Handy und ihrem Gesicht die Schärfe gezogen.

Wer noch mehr Kontrolle zwischen AF und manuellem Fokus benötigt, erhält mit entsprechenden Sony-Objektiven – wie dem uns für dieses Hands-On zur Verfügung stehende Sony FE 24–70 mm F2.8 GM II - mit der am Objektivtubus befindlichen Taste die mit „Fokus halten“ belegt ist, noch eine weitere Fokus-Kontroll-Funktion hinzu.

Metadaten und Timecode Sync

Nicht unerwähnt lassen wollen wir auch die erweiterten Metadaten und Timecode Funktionen, die das 2.0er Firmware-Update für die Sony FX3 zur Verfügung stellt.

So akzeptiert die FX3 jetzt auch kabelgebundenes Timecode-In, um sie im parallelen Betrieb mit FX6, FX9 etc. zu syncen. Hierfür wird ein als Zubehör bestellbarer microUSB-BNC-Adapter (Sony VMC-BNCM1 ) benötigt. Dieser ist nur mit der FX3 kompatibel (nicht A7S III, A1 etc,)

Sony Catalyst Browse mit umfassendem Metadaten-Handling
Sony Catalyst Browse mit umfassendem Metadaten-Handling

Bei den Metadaten kommen neben den bereits vorhandenen Gyro-Daten für die nachträgliche Stabilisierung noch LUT, Exposure Index und Essence Mark Daten hinzu. In der Postproduktion kann hier dann die bei der Aufnahme genutzte LUT und der in der Kamera eingestellt EI ebenfalls angewandt werden.

Wer Shot-Marks nutzen möchte, kann diese jetzt auch via Essence Mark Funktion hinzufügen (bereits von der Sony A7 IV bekannt). Hierbei können entsprechende Marker auf aufgenommenes Material gesetzt und bei der Wiederhabe in der Kamera oder in der Postproduktion Dank Metadaten-Integration zur Navigation genutzt werden.

Soweit unser erstes Hands-On zur Sony FX3 mit dem neuen, umfassenden Firmware-Update 2.0.

   

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