Test: Die besten Video-DSLMs nach Preis-Leistung: Von M43 über APS-C/S35 bis Vollformat

11.08.2022 von Rob



Nachdem wir in unserer letzten Bestenliste Video-DSLMs ausschließlich nach ihrer Funktion beurteilt haben, steht diesmal das Preis-Leistungsverhältnis im Vordergrund. Hier unsere Preis-Leistungs-Favoriten im Micro Four Thirds, APS-C/S35 und Vollformatsegment …

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Da das Vollformatsegment über eine enorme Preisspanne verfügt, haben wir dieses zusätzlich dreifach unterteilt in 2.000, 4.000 und 6.000 Euro.

Wer tiefer in die jeweiligen Kameras einsteigen möchte, findet im Text Links zu unseren ausführlichen Einzeltests des jeweiligen Models.

Micro Four Thirds:

Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Panasonic GH6

Mit der Blackmagic Pocket Cinema Kamera 4K (1.519 €) und der Panasonic GH 6 (2.199 €) führen zwei Kameras das Micro Four Thirds Segment beim Thema Preis-Leistung an, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Der Dauerbrenner Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K ist unsere Preisleistungsempfehlung für all diejenigen, die in die RAW-Produktion einsteigen wollen und eine Kamera für szenisches Arbeiten benötigen. Die Panasonic GH6 ist hingegen eine hervorragende News/Interview- und Reportage Kamera, die zusätzlich als Allrounder auch Fotofunktionen mitbringt.

Die Blackmagic Pocket Cinema Kamera 4K punktet mit ihrer auf SD Karten (und USB C) basierten RAW-Aufnahme, ihrem internen ProRes Recording, dem sehr gut etablierten RAW Workflow in DaVinci Resolve, ihrem großen 5" Display, ihrem integrierten 1x XLR Input und ihrem hervorragenden Menü-System.

Zu den Stärken der Panasonic GH6 gehören ihre hervorragende Sensor-Stabilisierung, die sehr gute Hauttonwiedergabe im LOG/LUT Betrieb, ihr internes ProRes Recording, ihre solide, vielfach bewährte Bauweise, ihr vergleichsweise hoher Dynamikumfang, ihr sehr gutes Schalterlayout und Bedienkonzept sowie ihrer 2x XLR Option (via Panasonic XLR-Adapter).

Hier unser Test der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K sowie unser Test der Panasonic GH6.

APS-C / S35:

Canon EOS R7

Mit der aktuell noch kaum verfügbaren Canon EOS R7 hat Canon das APS-C/S 35 Segment gehörig aufgemischt. Mit einer UVP. von 1.499 € stellt sie unseren klaren Preisleistungssieger im S35 Segment dar.

Zu ihren Stärken zählt der sehr gute Dual Pixel Autofokus, ihre herausragende Stabilisierungsleistung, ihre gute Akku-Performance sowie ein reichhaltiges Objektiv-Angebot, das durch den beiliegenden EF Adapter und die Möglichkeit des Canon „Speedboosters“ noch erweitert wird.

Dank neuem Blitzschuh-Anschlüssen kann bei der EOS R7 auch der Tascam XLR Adapter genutzt werden.

Hier gehts zu unserem Canon EOS R7 Test.

Vollformat bis 2.000 Euro:

Panasonic S5

Mit einer UVP von aktuell 1.999,- € stellt die Panasonic S5 für uns den hochwertigsten Einstieg in die 10Bit Log Vollformat Klasse dar.

Zu ihren Stärken zählen neben der gewohnt hochwertigen Verarbeitung vor allem der hohe Dynamikumfang des 24 Megapixelsensors im V-Log Betrieb, der robuste 10 Bit Codec, die dualen SD Kartenslots sowie die XLR Fähigkeit über den Panasonic XLR Adapter.

Darüber hinaus bietet die Panasonic S5 ein bemerkenswert kompaktes Magnesium-Gehäuse und verfügt über gute Akkulaufzeiten.

Hier unser Praxistest der Panasonic S5

Vollformat bis 4.000 Euro:

Sony A7S 3

Mit einer aktuellen UVP von 4.199 € liegt die Sony Alpha 7S 3 zwar etwas über unserer 4.000 € Grenze, aber die Sony bietet ein so rundes Gesamtpaket für Filmer, dass sie unsere Preisleistungsempfehlung im 4.000 € Segment auf jeden Fall verdient hat.

Zu ihren Stärken zählen neben dem kompakten Formfaktor und ihrer guten Verarbeitungsqualität der duale Multi Card-Slot, ihr hochwertiges Autofokus System, die effizienten 10 Bit Log Codecs, ihre guten Akku-Laufzeiten sowie ihre XLR-Fähigkeit mit dem Sony XLR Adapter.

Insgesamt punktet die Sony A7S3 mit einem starken Allround-Paket für Video-Filmer.

Hier unser Test Teil 1 der Sony A7S3

Und hier Teil 2.

Vollformat bis 6.000 Euro:

Nikon Z9 / Canon EOS R5C

In der Klasse bis 6000 € steht die Nikon Z9 bei uns an erster Stelle. Aktuell gibt es keine Vollformat DSLM, die der Nikon Z9 technisch das Wasser reichen könnte. Doch Tech-Specs sind nicht alles. Bei der Bedienung im Videobetrieb liegt die Canon EOS R5C deutlich vor der Nikon Z9 bei ähnlichen technischen Daten, so dass es die Canon EOS R5C ebenfalls in unsere Empfehlung für die Sub-6.000 Euro-Klasse geschafft hat.

Die Stärken der Nikon Z9 liegen in ihrem 8K 50P RAW Recording, der guten Akkuleistung, ihrem sehr gutem und lüfterlosem Hitzemanagement im Videobetrieb sowie in ihren internen ProRes-Optionen.

Darüber hinaus erhält man mit der Nikon Z9 ein voll ausgestattetes Highend-Foto System.

{Im Hinterkopf sollte man bei der Nikon Z9 behalten, dass RED die Nikon RAW Implementierung aktuell vor Gericht anfechtet).

Die Canon EOS R5C verkörpert in unseren Augen aktuell die beste Implementierung eines Foto/Video-Hybridkonzepts. Per Modus-Wahlschalter kann man hier quasi zwischen dem C 70 Videomenü und dem Canon EOS R5 Fotomenü in einer Kamera wechseln. Entsprechend bietet die Canon EOS R5C mit das beste Schalterlayout im Video-DSLM-Segment und eine entsprechend gute Bedienung.

Das 8K RAW Material der Canon EOS R5C beeindruckt darüber hinaus mit hoher Auflösung, sehr guter Hauttonwiedergabe im LOG/LUT Betrieb und dank integriertem Lüfter sind Hitzelimits hier auch kein Thema mehr.

Auch bei der Canon EOS R 5C erhält man obendrein noch eine Foto-Kamera auf professionellem Niveau.

Hier unser Praxistest der Nikon Z9

Und hier unser ausführliche Test der Canon Eos R5C

   

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