News: AMD Ryzen Threadripper (Pro) 7000 - Workstation auch wieder als HEDT-Mittelklasse

20.10.2023 - 13:57 Uhr

Der PC-Markt spaltet sich seit geraumer Zeit in den sogenannten Desktop- und den Workstation-Markt. Letzterer war ursprünglich unter anderem für professionelle Videobearbeitung gedacht, jedoch gab es in den letzten Jahren große Paradigmenwechsel, die das Gefüge der X86-CPU Welt gehörig durcheinander gebracht haben.

Eine typische Workstation zeichnet sich immer noch durch einen server-ähnlichen Prozessor mit besonders zahlreichen Anschlussmöglichkeiten und schnellem RAM aus. Sprich: Viele CPU-Kerne, viele PCIe-Lanes und viele RAM-Kanäle.

Während Laptops und einfache Desktop-Rechner nur zwei RAM-Kanäle und in der Regel auch nur eine einzige schnelle GPU anbinden können, liefern Workstation Boards 8 bis 12 Speicherkanäle und können über bis zu 128 PCIe Lanes meistens bis zu sieben GPUs schnell anbinden.

All das natürlich auch zu entsprechenden Kosten. So liegen die Preise für ein einzelnes Mainboard hier oft schon über 1000 Euro und die Preise für einen Prozessor können sogar fünfstellig werden.

Bis vor einigen Jahren gab es deswegen ein weiteres Marktsegment zwischen Desktop und Workstation: Das sogenannte HEDT (High-End-Desktop) - Segment. Hier fand man in der Regel 4 Kanal-Speicher und Einbaumöglichkeiten für bis zu 3 GPUs vor.

Doch nachdem Intel diesen Markt nicht mehr aktiv bespielte, schien diese Zwischennische auch für AMD nicht mehr interessant. Die letzten HEDT-Threadripper wurden 2019 mit der Generation 3000 eingeführt. Danach gab es nur noch Workstation-Thread Ripper-Prozessoren der Pro Serie (5000) mit 8 Speicherkanälen und darüber.

Wer tatsächlich seine CPU-Kerne mit Rechenaufgaben auslasten kann, der braucht in der Regel auch eine derart schnelle Speicheranbindung. Bei der Videobearbeitung hat sich jedoch der Schwerpunkt der Rechenleistung auf die Grafikkarte (GPU) verlagert, weshalb die CPU nur noch selten ausgelastet wird. 4 Speicherkanäle und 3 GPUs sind hier selbst für professionelle Anwender meistens mehr als genug.

Und eben darum soll es ab 21. November auch wieder HEDT-Modelle der kommenden Threadripper geben, die zudem deutlich günstiger zu haben sein werden als die ebenfalls neu aufgelegten Workstation Modelle.

AMDs Ryzen Threadripper 7000 gibt es auch wieder als HEDT-Mittelklasse
AMDs Ryzen Threadripper 7000 gibt es auch wieder als HEDT-Mittelklasse

Gemeinsam ist der neuen 7000er Serie (Pro und nicht Pro), dass sie nun DDR5 und PCIe 5.0 unterstützt. Alle neuen Modelle basieren auf den aktuellen Zen-4-Kernen, sparsame und somit effektive Zen4c gibt es bei Threadripper nicht. Hier steht die brachiale Rechenleistung offensichtlich im Vordergrund.

HEDT-Threadripper werden maximal mit 64 CPU-Kernen (auf 8CCDs) zu haben sein, die Pro-Version bekommt 12 CCDs für bis zu 96 Kerne.

Die neuen HEDT Mainboards der TRX50 Plattform können 48 PCIe-5.0-Lanes nutzen, das Speicherinterface verfügt wie erwähnt über vier DDR-5 Kanäle. Pro Boards der WRX90 Plattform können 128 PCIe 5.0 Lanes und 8 DDR-5 RAM-Kanäle ausreizen.

Interessanterweise besitzen beide Plattformen dabei den gleichen Sockel (STR5), der über 4.844 Pins verfügt. Auf einer HEDT-Plattform können hiermit auch Pro-CPUs genutzt werden - aber nicht umgekehrt.

Preise für seine Pro-Modelle hat AMD noch nicht genannt. Die für Videobearbeiter interessanten HEDT-Modelle sind jedoch auch nicht grade günstig:

Ryzen Threadripper 7980X: 64 Core/ 128 Threads: 4.999 US-Dollar

Ryzen Threadripper 7970X: 32 Core/ 64 Threads: 2.499 US-Dollar

Ryzen Threadripper 7960X: 24 Core / 48 Threads: 1.499 US-Dollar

Unabhängige Tests sowie der Verkauf sollen ab 21.November starten.

(Rudi Schmidts)

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