News: Atomos unterstützt neue ProRes RAW-Plug-ins

25.5.2023 - 16:01 Uhr

Atomos kündigt die sofortige Unterstützung von Apple ProRes RAW-Plug-ins an. Hierbei handelt es sich um eine neue Erweiterung des ProRes RAW Formates, die es Kameraherstellern ermöglichen soll, ihre eigene RAW-Verarbeitungs-Pipeline einzubringen.

Ähnlich wie bei herkömmlichen Metadaten können Hersteller hiermit zusätzliche Daten in die Aufnahmen einbetten - beispielsweise Eigenschaften ihrer Kameras, Sensoren oder Objektive. Mit den neuen Plugins soll es gegenüber offenen Metadaten jedoch Kameraherstellern zusätzlich möglich sein, eine eine eigene Verarbeitungs-Pipeline anzubieten, die u.a. den Look der eigenen Kameras festlegen kann - jedoch ohne die speziellen Verarbeitungsschritte dafür offenzulegen.

Ein ProRes RAW-Plugin sorgt somit für eine fest definierte, geschlossene Signalverarbeitung in der Postproduktion, welche über die Möglichkeiten typischer LUTs hinausgeht. So können hier beispielsweise auch ein benutzerdefinierter Weißabgleich, Rauschunterdrückung, Demosaicing oder die Korrektur von Objektivverzerrungen bewerkstelligt werden.

Erweiterte Einstellmöglichkeiten in ProRes RAW
Erweiterte Einstellmöglichkeiten in ProRes RAW

Canon bietet als erster Kamerahersteller bereits ein ProRes RAW Plug-in für drei ausgewählte Kameras an. Die EOS R5, R5 C und R6 Mark II geben dabei zusätzliche RAW-Daten an einen Atomos Monitor-Recorder aus. Atomos hat bereits in der aktuellen Firmware-Version für Ninja V, Ninja V+ und Shogun Connect die volle Unterstützung des ProRes RAW-Plug-ins für diese Kameras aktiviert.

Aktuell funktioniert der Import nur in Final Cut Pro aber das ProRes RAW-Plug-in-Modell wurde grundsätzlich so konzipiert, dass es nicht nur unter macOS, sondern auch unter Windows und Linux funktioniert.

Laut Atomos werden ProRes RAW-Plug-Ins nicht nur in Final Cut Pro, sondern auch "in vielen Anwendungen von Drittanbietern unterstützt, die das ProRes RAW SDK lizenziert haben, z. B. nichtlineare Editoren (NLEs) und Farbkorrekturanwendungen." Es bleibt also abzuwarten, wann und ob beispielsweise Adobes Premiere hier mitziehen wird.

(Rudi Schmidts)



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