News: CinePI - 2K RAW-Cinekamera auf Raspberry Pi Basis

24.4.2023 - 19:11 Uhr

CinePI ist ein Open-Source-Projekt, das einen Raspberry Pi in eine 2K-Cinekamera verwandeln kann. So soll es aktuell möglich sein, 2K RAW als Cinema DNG Sequenzen mit bis zu 50 fps bei 12-bit Farbtiefe aufzunehmen, die unter anderem mit der kostenlosen Version von DaVinci Resolve bearbeitet werden können.

Für die frei verfügbaren Komponenten hat der Entwickler Csaba Nagy in den letzten Monaten nicht nur eigene Software-Komponenten entwickelt, sondern er stellt sogar freie CAD-Software Dateien für das Gehäuse zur Verfügung.

Damit erinnert das ganze Projekt an die Anfänge der Apertus Open Source Kameras, die jedoch mit einem FPGA-Board auch Cine-Rechenleistung für 4K RAW-Aufzeichung verpackt hatten.

In der CinePI Kamera kommt das rund 60 Euro günstige Raspberry Pi High Quality Kamera Sensormodul mit Sony IMX 477 Sensor zum Einsatz. Dieses bietet allerdings "nur" eine mit Super8 vergleichbare Breite von rund 8mm - bei 4K-12MP Auflösung (4056 x 3040 Sensel). Was natürlich gleich die Frage aufwirft, wie daraus letztlich 2K-RAW entstehen sollen. Denn im 12 Bit Readout stehen nur 4K-Auflösungen ohne 2K Binning zur Verfügung. Da die Kamera jedoch mit bis zu 2K 50p beworben wird, sollten auch 4K-Cinemascope Formate mit 24p technisch möglich sein.

Das DIY-Gehäuse der CinePI fällt vor allem durch sein quadratisches Touch-Display auf, das mit 720 x 720 Pixeln nicht gerade hochauflösend und zudem nicht sonderlich billig ist (ca. 66 Dollar).

Die CinePI filmt aktuell in 2K RAW mit einem Raspberry Pi 4 als Basis
Die CinePI filmt aktuell in 2K RAW mit einem Raspberry Pi 4 als Basis

Da auch Raspi-Platinen seit Corona immer noch schlecht lieferbar und damit ziemlich teuer sind, ist das gesamte Projekt aktuell sogar wahrscheinlich teurer, als der Kauf einer gebrauchten Blackmagic 2K Cinema Camera oder einer Canon EOS M mit Magic Lantern.

Doch die nun vorgestellte erste CinePI Konfiguration soll ja auch nur ein Anfang sein. Dank Open Source können technisch versierte Nutzer die Kamera mit eigenen externen Sensoren, Tasten, HATs und I/Os anpassen und/oder weiterentwicklen. Mit einem angeschlossenen HDMI-Monitor oder einem anderen LCD-Touchscreen sind sicherlich noch viele Ideen zu verwirklichen. Und der Spaß am Basteln ist bei solchen Projekten in der Regel sowieso der eigentliche Mehrwert gegenüber Kameras von der Stange.

Danke an Rüssel für den Hinweis bei uns im Forum

(Rudi Schmidts)

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