News: KI oder echt? - Adobe startet Content Credentials u.a. mit Microsoft, Leica, Nikon

13.10.2023 - 10:56 Uhr

Ein brennendes Problem der nahen Zukunft ist ein verlässlicher Quellennachweis digitaler Medien. Schließlich wollen die meisten Menschen nicht darüber im Dunkeln gelassen werden, ob ein Bild oder Video real oder von einer KI erstellt worden ist. Und natürlich auch über die Nuancen zwischen diesen beiden Extrempositionen. Ebenfalls greift seit Jahren durch die sozialen Medien auch das gedankenlose Teilen eventuell geschützter Werke um sich. Dabei ist es oft bei einem Bild kaum noch möglich, den Urheber oder Rechteinhaber ausfindig zu machen.

Eben genau für solche Probleme hat Adobe mit einigen Partnern die Content Credentials Initiative gegründet, welche unveränderbar Auskunft über den Entstehungsprozess eines digitalen Assets geben kann. Diese Content Credentials sind eine Art transparenter Herkunftsnachweis von digitalen Werken, die es nicht nur ermöglichen, den oder die Schöpfer des Werkes zu ermitteln, sondern auch Markenzugehörigkeit und andere Daten auf einen Blick zu sehen. Zu solchen Informationen gehört schließlich auch, ob eine KI am Entstehungsprozess mitgewirkt hat oder das Bild sonstwie verändert wurde.

Zur Max wurde nun ein entsprechendes Webportal (re)launched: ContentCredentials.org heißt die neue Anlaufstelle, welche die Ideen hinter dem digitalen Herkunftsnachweis anschaulich erklärt.

Content Credentials sind direkt in einem Bild abrufbar und nicht direkt manipulierbar
Content Credentials sind direkt in einem Bild abrufbar und nicht direkt manipulierbar

Zum Launch haben sich neben Adobe auch gleich noch einige große Partner gefunden, welche Content Credentials ab sofort oder in naher Zukunft unterstützen wollen. Dazu zählen unter anderem Leica oder Nikon als Kamerahersteller, die damit zertifizieren können, dass ein Bild wirklich mit dieser Kamera entstanden ist.

Firmen wie Microsoft oder Adobe haben dagegen ihren digitalen Bildgeneratoren eine Funktion verpasst, die generativen KI-Werken ein entsprechendes Entstehungs-Zertifikat ausstellt.

Das zugehörige Logo garantiert dann, dass von der Entstehung bis zur Veröffentlichung soll jede Änderung an einem Bild per kryptografisch erstelltem Hashwert nachvollziehbar ist. Das erinnert zwar etwas an eine Blockchain, jedoch werden die Zertifikate an zentraler Stelle gespeichert und verwaltet. Somit ist das Zertifikat zwar wie Metadaten im Bild eingebettet, aber der Hashwert zur Kontrolle, dass dieser nicht manipuliert wurde, liegt für einen Abgleich auf einem zentralen Server.

Laut Adobe sind in den letzten Monaten viele neue Mitglieder der Content Authenticity Initiative (CAI) beigetreten, angetrieben durch das wachsende Interesse an generativer KI, Transparenz und Online-Sicherheit. Mittlerweile sollen es über 2.000 Mitglieder sein, darunter die jüngsten Neuzugänge: CEPIC, Dentsu, Omnicom Groupe, National Geographic Society, National Public Radio (NPR), Photoshelter sowie Publicis.

(Rudi Schmidts)

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