News: Octopus Kamera aus Standard-Komponenten - jetzt mit 8K RAW Versprechen

3.2.2021 - 10:40 Uhr

Wir hatten ja schon vor eineinhalb Jahren über die Octopus Kamera berichtet und seitdem hatte sich gefühlt nicht mehr viel bewegt. Aber scheinbar steckt noch Leben in der Kamera, die primär aus frei verfügbaren Komponenten bestehen soll.

So bildet das Herz immer noch ein mittlerweile ziemlich altes Intel NUC-Board ( NUC 8V7PNB). Das Betriebssystem soll auf Linux basieren und bei den Sensoren soll man schon zum Start eine Typen-Auswahl haben. Neu hinzugekommen ist mittlerweile als Top-Modell ein CMOSIS 8K FULL FRAME Sensor (CMV50000), der mit 7920 x 6004 und Global Shutter bis zu 14 Stufen Dynamik erzielen soll. Dieser soll 4K RAW mit bis zu 60 fps und 8K RAW mit bis zu 42 fps aufzeichnen können (10 Bit HEVC, Lossy RAW oder 12 Bit Lossless Extern über Thunderbolt 3). Alternativ soll es einen 14 BIt Lossless RAW-Modus mit 14 Bit geben, der 4K bis 30fps, 3K bis 60fps und 2K bis 110fps aufzeichnen kann.

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Die Bauform und die Maße (110 x 110 x 110mm, <1kg) erinnern dabei an Red/Kinefinity/Z-Cam Modelle und belegen, dass man mit einer unergonomischen Kastenform im Cinebereich nichts falsch zu machen glaubt.

Und unser schon vor 18 Monaten geäußertes "Aaaber" gilt immer noch: Wir denken, dass bei der Octopus Cam ein weiteres mal der Entwicklungsaufwand der Software-Ebene deutlich unterschätzt wird. Sieht man sich das letzte verfügbare Demo-Material vom April 2020 an darf man davon ausgehen, dass hier noch einiges zu schrauben ist:

Wir zitieren uns daher einmal an dieser Stelle selber:

"Eine NUK-Platine an einem Akku dazu zu bringen, unter Linux einen Videostrom von einem Sensor abzunehmen, macht noch keine kommerziell erfolgreiche Kamera aus. Wenn man den holprigen, fünfjährigen Weg verfolgt hat, den es beispielsweise bei Blackmagic gedauert hat, um eine runde Kamera-Oberfläche zu entwickeln, ahnt man, dass der letzte Schritt vom lauffähigen Hardware-Prototyp zu einer praktisch nutzbaren Kamera extrem groß ist.

(...)

Für solche Projekte gilt umso mehr, dass sie in erster Linie für Bastler interessant sind, die an ihrer Kamera viel herumbasteln (und lernen!) wollen. (...) Einzig in speziellen Nischenbereichen kommen solche "Bastel-Kameras" bei Produktionen auch real zum Einsatz."

Was die Octopus Kamera letztlich kosten wird - so sie nun mit über einem Jahr Verzögerung 2021 wirklich auf den Markt kommen sollte - dürfte entscheidend für deren Schicksal werden. Denn in diesem Jahr sind bereits einige sehr potente, komplett entwickelte 8K-Kameras erhältlich. Und solche Kameras wie beispielsweise die Sony Alpha 1 kommen praktisch drehfertig mit Sucher etc. zum Kunden.

Darum müsste sich die Oktopus wahrscheinlich mindestens in einem Preisbereich unter 3.000 Euro ansiedeln, um einigermaßen Stückzahlen an risikofreudige Käufer absetzen zu können. Doch für Hersteller von Kamera-Kleinserien sind Sensoren meistens schon im Einkauf teurer als der Preis für eine komplette Kamera mit dem gleichen Sensor im Elektroeinzelhandel. Das dürfte alles nicht einfach werden, aber wir lassen uns gerne überzeugen, sobald es einmal fertige Prototypen gibt.

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(rudi)

mehr Informationen bei octopuscinema.com
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